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Zahlen wir heute für die Phantasmen der 68er Jahre?

Dieses Thema im Forum "Politik, Wirtschaft + Gesellschaft" wurde erstellt von Bernd10777, 27 Oktober 2016.

  1. Bernd10777

    Bernd10777 Benutzer

    Es war die Zeit des "neuen Denkens", des Verabschiedens von Obrigkeiten, des gegen-den-Strom-Schwimmens. Es war die Zeit, in der die Kirche begann, massiv an ethischem Einfluss zu verlieren mit der Konsequenz, dass massiv Kirchenaustritte waren, bis heute. Es war die Zeit, in der es "in" war, gesellschaftliche Gepflogenheiten zu verlassen. Es war die Zeit, in der Kinder bei der freien (ungezügelten) individuellen Persönlichkeitsgestaltung störten.

    Und wenn wir heute über Rentenprobleme reden, täglich, so ist die Wurzel nicht darin zu sehen, dass wir ältere Mitbürger überhaupt existieren, es ist die Wurzel darin zu sehen, dass mit den Veränderungen der 68er Zeit Nachwuchs immer seltener wurde. Das zeigt sich leider in den Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung sehr deutlich.

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    Die blaue Linie zeigt die Prognose der Bevölkerungsentwicklung des Statistischen Bundesamtes bis zum Jahre 2060: rapide sinkt die Bevölkerung. Warum? Weil die Prognosen die heutige Kinderhäufigkeit (als Entwicklung der letzten Jahrzehnte) enthalten:

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    Die Anzahl Kinder/Jugendlicher ist tendenziell rückgängig von 12,9 Millionen (Alter bis 18 Jahre) auf 9,8 Millionen.

    Man würde die falschen schuldig sprechen zu sagen: Frauen sind schuld!

    Es ist aus meiner Sicht ein Totalversagen des Bundesfamilienministeriums. Würde man seit 1980 (so lange ist dieser Trend bereits sichtbar) den heutigen Propagandaaufwand für "Flüchtlinge" bezüglich der Kinderquote gemacht haben, würde man begleitende Maßnahmen für junge Familien gemacht haben, wir hätten heute nicht das Rentenproblem.

    Was meinen Sie dazu?
     


  2. Bernd10777

    Bernd10777 Benutzer

    Ich habe gerade die wichtige Statistik der Weltbank gefunden und eine Grafik erstellt:

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    Diese Zahlen finden Sie, wenn Sie den Link aufrufen: Fertility rate, total (births per woman) | Data - dort "Download" und EXCEL aufrufen
    Diese Grafik zeigt sehr gut, dass die wichtige Entwicklung, die Reduzierung der Kinder je Frau, 1968 bis 1980 war. Ab 1980 blieb die Kinderhäufigkeit in der Größenordnung von 1,36 Kinder je Frau.

    Unter der Maßgabe, dass weiterhin 58,34 Prozent aller Bürger im berufsfähigen Alter einer arbeitsvertraglichen Tätigkeit nachgehen, entwickelt sich die Quote der Anzahl arbeitsvertraglicher Personen je Rentner von derzeit 2,286 auf 1,513 arbeitsvertraglicher Personen je Rentner. Dieser Rückgang entspricht – 33,82 Prozent. Damit stehen 33,82 Prozent weniger umzuverteilendes Geld den Rentenkassen zur Verfügung. Ein gewaltiger Fehlbetrag beu heutigen 213.551 Millionen Euro in der Größenordung von jählich 72.223 Milliarden Euro. Dieser Fehlbetrag ist nach heutigem Bundeshaushalt 299.100 Milliarden 24,15 Prozent – allein für den Ausgleich des Fehlbetrages der Rente durch – ja, verminderte Kinderhäufigkeit.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 Oktober 2016
  3. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Zwei mal im Jahr von Samstag bis Sonntag Mittag in Deutschland den Strom abschalten - also kein Fernsehen und kein Internet. Wir können dann schon mal anfangen neue Kindergärten und Schulen zu bauen, so einen Babyboom gibt das.

    Wir könnten aber schon mal damit anfangen, unsere Gesellschaft so einzurichten, dass die Gleichung Kinder=Armut nicht mehr stimmt.
     
  4. Lucas

    Lucas Aktives Mitglied

    In den 60er_Jahern wurde die Anti-Baby-Pille entwickelt.
    Seit dem gibt es wesentlich weniger ungewollten Nachwuchs.
    Da hat eher der medizinische Fortschritt dafür gesorgt das es weniger Menschen gibt.

    Wahrscheinlich ist den meisten Leuten die Heute Leben nicht bewußt, was die 68er-Bewegung für sie geleistet hat.
    Man ist Heute nicht mehr der angepaßte Bürger der alles mitmacht, man sieht sich eher als Individuum.
    Kinder sind Heute keine Feinde mehr, die man am liebsten nicht sieht und hört, das sind in unserer Zeit vollwertige Menschen.
    Jugendliche dürfen sich Heute anziehen wie sie wollen, auch dürfen sie nach ihren Wunsch Frisuren tragen die ihnen gefallen,
    ohne das Leute nach Adolf oder einem Arbeitslager schreien.

    Heute wachsen Menschen auf, die allermeist gewollt sind.
    Es ist leider so das deren Eltern nicht immer sichere Arbeitsverhältnisse haben, sondern befristete.
    So ist Familienplanung schwieriger.

    Ich möchte Heute nicht mehr so leben wie es vor den 68ern üblich war.
    In einem Land zu leben in dem es selbstverständlich ist Militärdienst zu leisten,
    wobei die meisten Leute bedauern das Deutschland den Krieg verloren hat,
    dort hat das Individuum keinen Raum sich zu entfalten.
    Diese schablonenhafte Entwicklung die von einem erwartet wurde, der will Heute keiner mehr entsprechen.

    Familienpolitik kann man immer verbessern.
    Investitionen in Kinder zahlen sich aus.
    Da ist halt mehr Weitblick nötig, also nicht nur bis zur nächsten Bundeswahl.
     
  5. Bernd10777

    Bernd10777 Benutzer

    Der medizinische Fortschritt die Pille? Es gibt etliche Probleme mit der Pille; aus eigenem Umfeld: eine Frau nahm die Pille mehrere Monate. Dann blieb die Mens aus. Der Frauenarzt meinte dann zu der Frau: dann gehören Sie zu den Frauen, die niemals mehr Kinder bekommen. Das berichtete mir heute nach Nachfragen diese Frau nochmals.

    Dieser "medizinische Fortschritt" hat die gesellschaftliche Entwicklung überhaupt nicht bedacht - und das zeigt auch das Schaubild. Unsere heutigen Probleme haben wir auch, weil der "medizinische Fortschritt" die geringere Ferilitätsrate ermöglichte.

    Da haben Sie vollständig recht!
     
  6. Bernd10777

    Bernd10777 Benutzer

    Genau auf diesen Beitrag habe ich gewartet und erhoffe, dass wir konkretere Maßnahmen hier diskutieren. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als unsere Gesellschaft.
     
  7. Bernd10777

    Bernd10777 Benutzer

    Ich möchte zu dem Kernpunkt meiner Aussage: "Zahlen wir heute für die Phantasmen der 68er Jahre"? Es geht mir darum, dass oder ob wir uns bewusst werden, dass unsere heutigen Probleme zum Beispiel im Gebiet der Rente eine Historie haben. Aus meiner Sicht ist die Gesellschaft insgesamt blind in eine Richtung gerannt, die uns heute Probleme macht.

    Warum deenke ich so? Ich will verstehen, wie Dinge sich entwickeln. Und wenn ich es verstanden habe, dann will ich aus dem Verstehen nach Lösungen suchen.
     
  8. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Spätestens seit UvdL die Akademikerinnen Wurfprämie eingeführt hat wissen wir, dass es sich in Deutschland nicht um ein demografisches Problem handelt.
    Wir kriegen in Deutschland nicht zu wenig sondern die falschen Kinder - oder besser, die falschen Mütter kriegen die Kinder.
    Klare Aussage, und damit eine klare Zustandsbeschreibung unserer Gesellschaft, ist, dass sich nur noch der Pöbel vermehrt. Der dann auch noch die Frechheit besitzt, Kitas, Schulen und Unis zu beanspruchen.

    Wir werfen angeblich Unsummen für Kinder raus - das meiste landet bei denen, die es nicht brauchen und die, die es dringend brauchen werden als asoziales Pack beschimpft. Gut, laut sagt das keiner, aber unsere Politik handelt danach.

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  9. Bernd10777

    Bernd10777 Benutzer

    Das wäre Verweigerung der Statistiken oder anders gesagt, Verweigerung der Realität.
     
  10. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    "Pöbel ist ein abschätziger, pejorativer Ausdruck für das „gemeine Volk“."
    Ein Pro für den Adel?
     
    trebla gefällt das.
  11. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Aus dem Zusammenhang genommen hast du natürlich Recht. Mein Statement war eher als Beschreibung gedacht, wie unsere sogenannten Eliten auf das Volk schauen.
    siehe oben.
     
  12. Rolf-Andreas

    Rolf-Andreas Bekanntes Mitglied

     
  13. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Und wie erklärst du dann, dass den EU-weit letzten Platz von Spanien belegt wird (2013 nur 1,27 Kindern pro Frau) während Spanien 2010 noch mit Deutschland gleichauf lag? Am übertriebenen Reichtum der Spanier kann das wohl nicht liegen :eek:
    Und die Spitzenplätze belegen Irland, Frankreich, GB und Schweden mit rd. 2 Kindern pro Frau. Was machen die besser?
     
  14. eagle

    eagle Aktives Mitglied

    diese entwicklung des geburtenrückgangs sollte man aus einer anderen perspektive betrachten:
    angenommen, es soll ein ganzes volk, eine ganze kultur vernichtet werden, das volk soll regelrecht ausgerottet werden, aber ohne gewalt.
    we rottet man ein volk aus, wie vernichtet man es ?
    die einführung der -pille- ist nur ein schritt, als nächstes wird das massenweise ermorden von ungeborenen nicht nur erlaubt, sondern als -lifestyle- abtreibungen als chic oder modern erklärt.
    zusätzlich werden die löhne und steuern so gestaltet, das ein mann alleine seine familie nicht ernähren kann, als normalverdiener.
    dann werden die gesetze so geregelt, das bei einer scheidung, wenn 1 oder mehr kinder vorhanden sind, dieser mann in seiner wirtschaftlichen existenz vernichtet ist, auch wenn die frau -schuldig- ist, oder auch nur wenn se nen anderen kerl den vorzug gibt.
    zusätzlich können millionen fremder menschen, mit einer feindlichen bösartigen ideologie ins land geholt werden, am besten toal primitive die keine chance auf arbeit haben, dafür aber 5-10 kinder.
    kommt es euch bekannt vor? ich nenne es ausrottungspolitik.
     
  15. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Ja, denn dieses Märchen werden seit Jahren erzählt. Und es ist egal in welchem Land, die Geschichten vom Bösen Fremden, gibt es überall. Und dann die Geschichten vom eigenen Volk und nicht zu vergessen der eigenen Kultur. Finde ich auch immer wieder bemerkenswert bei Deutschland, denn gerade als zentrales Land in Europa, es wurde so durchwandert und von fremden Völkern besiedelt und durchmischt, wie kein anderes in Europa. Wenn man da vom eigenen Volk spricht, weiß ich gar nicht auf welche Wurzeln man sich da überhaupt in welcher Generation berufen will? Vor allem weiß ich aber auch gar nicht, warum so etwas nötig sein sollte? Braucht man wirklich irgendwelche verstorbene Verwandte vor Generationen um sein eigenes Ego auf Vordermann zu bringen? Wie kleingeistig muss man denn da sein?

     
    croeso gefällt das.
  16. eagle

    eagle Aktives Mitglied

    es wird ja auch erzählt, das der islam zu deutschland gehört ?
    das ist historisch nicht belegbar, und stimmt einfach nicht, weder die scharia, noch das steinigen,weder die kinderehe hat es hier gegeben.
    zur kultur, deutschland ist christlich geprägt, und die deutschen bzw die deutsche nation ist eines der friedfertigsten länder überhaupt. man vergleiche die angelsächsischen grossmävhte inkl. der usa, die seit 1800 mehr als 100 kriege angezettelt haben.
    inklusive dem aus wirtschaftlichen gründen - deutschland überholt um 1900 das empire in wirtschaft ,wissenschaft und sozialpolitik-anschliessend werden grosse teile des landes vom kaiserreich gestohlen, in friedenszeiten werden seeblockaden mit mehreren 100 tsd hungertoten veranstaltet, das ruhrgebiet besetzt, arbeiteraufstände niedergeschossen, militäreinsätze getätigt etc.p.p. naja, den leuten wird erzählt, die bösen deutschen sind schuld, das glaubt ihr kaum,wieviele dummbarzen dieses märchen glauben. tz tz und schon damals gabs lügenpresse, die kaisertruppen würden kindern die hände abhacken und säuglinge fressen.
     
  17. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Du legst Wert auf die christliche Prägung Deutschlands Wert und verweist im selben Atemzug die friedliche Natur des Landes. Die christliche Prägung des Landes begann schon vor 60 Jahren und da schaut es mit dem Friedfertig gar nicht so doll aus, als das man sich da auf die Schulter klopfen sollte, wenn man schon so viel Wert auf Kultur legt. 30 Jähriger Krieg, Reformation und Bauernkriege um mal ein paar wichtige christliche Prägungen des Lands zu nennen, ohne die friedvollen Weltkriegen zu benennen. Und den Islam hier nur auf die Scharia zu reduzieren und ebenso unsinnig wie das Christentum auf die 10 Gebote.

    Bring mal dein Geschichtsverständnis ordentlich auf Vordermann, denn so eine derart falsche, einseitige, verharmlosende und auch diffamierende Sichtweise, werde ich hier nicht dulden und zulassen.
     
  18. eagle

    eagle Aktives Mitglied

    meine sichtweise ist richtig, vielseitig und ehrlich !
    moment, das stimmt so nicht was du hier schreibst. der 30 jährige krieg war ein konflikt zwischen kattos und evangelischen.
    die bauernkriege waren halt bewaffnete konflikte zwischen den bauern-leibeigenen und den selbstherrlichen lehnsherren, das hat nix mit deutschland zu tun.
    nenn mir die stellen in der bibel wo zum mord an andersgläubige aufgerufen wird, ist mir nicht bekannt.
    der 1 weltkrieg war nicht friedfertig, sinn und zweck war die wirtschaftliche und physische vernichtung der konkurrenz
     
  19. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Die Bibel ist nicht das Christentum. Die Bibel ist ein Buch, welches es in mehrfachen Abwandlungen gibt und immer von Menschen die sich Christen nannten dazu benutzt wurden um ihre Interessen durchzusetzen. Ein Buch ist kein Glaube. Den formen Menschen und im Namen Christi wurde von den Christen zahlreiche Gräueltaten begangen. Und der 30 Jährige Krieg war kein Konflikt zwischen Katholiken und Evangelisten/Protestanten, sondern wie der Bauernkrieg Konflikte, deren Ursache recht weltlich waren, die aber gerne vordergründig im Namen des Glauben geführt wurden.
    Wozu dann noch hier diskutieren?
     
  20. Rolf-Andreas

    Rolf-Andreas Bekanntes Mitglied

    Ich denke mal in der Mitte liegt die Wahrheit.
    Es haben ja auch mittlerweile viele Fachleute aus dem Ausland zugestanden, der erste Weltkrieg war nicht die Schuld Deutschland alleine und die Folgen
    von den Versailler Vertrag wurde auch von vielen Fachleuten dafür verantwortlich gemacht, das Adolf Hitler an die Macht kommen konnte und seine wahnsinnigen
    Verbrechen begehen konnte.
    Nur wird auch nie erwähnt, das die Russen Polen angegriffen hanen und Frankreich und England (UK) nur uns angegriffen hat.
    Eine gewisse Einseitigkeit ist vorhanden.
    Das entschuldigt nicht den Krieg und die 6 Millionen Juden etc. die in den KZ`s gemeuchelt wurden.
    Aber jeder der etwas über den Tellerrand schaut, merkt das es um Grossmachtstellungen der Engländer und Franzosen ging.
    Genützt hatte es nicht, denn der Feind von gestern ist der Partner von heute und steht besser da als je zuvor.

    Mit Hilfe der USA, die genau gemerkt haben, dass ein Kartoffelacker Deutschland, wie von England/Frankreich gefordert, nichts genützt hätte gegen Russland als heranwachsende Atom Grossmacht, zur damaligen Zeit nach 1945.

    Ausserdem hatten ja auch viele USA Firmen hier in Deutschland Eigentum und Produktionsstätten etc.
    Letztendlich ist für Deutschland eines zum Baby Killer geworden, der Wohlstand und die Werbung.
    Wer ein Haus/Wohnung in Deutschland bauen/kaufen möchte, der muss mit Kinder warten und daher kommt ein Teil der Geburtendefizite.
    Diesen Rückgang der Geburtenrate stellt man übrigens auch bei Zuwanderer fest.
    Wer in Deutschland vieles will muss auf manchen verzichten.
     
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