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Wasserprivatisierung in Europa und der Welt

Dieses Thema im Forum "Politik, Wirtschaft + Gesellschaft" wurde erstellt von Joaquin, 10 Juli 2016.

  1. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Warum wird die Privatisierung von Wasser vorangetrieben? Nicht weil es für den Verbraucher günstiger oder die Qualität besser wert, sondern einfach nur deshalb, weil es um Geld für fragwürdige Konzerne geht. Dabei sollte Wasser ein Allgemeingut belieben. Doch leider gibt es genug Politiker die lieber auf die Lobbyisten hören, anstatt sich dem Wohlergehen des Volkes zu widmen. Ob sie für ein derartiges Entgegenkommen der Konzerne in irgendeiner Art entschädigt werden, lasse ich mal dahin gestellt.

    ARD Monitor - Geheimoperation Wasser, EU fördert Wasserprivatisierung
     


  2. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Streng geheim verhandeln die EU und 23 weitere Staaten das Dienstleistungsabkommen TISA. Mit ihm wollen Konzerne eine neue Deregulierungs- und Privatisierungswelle durchsetzen und den Datenschutz aushöhlen.

    TISA kann Gesundheit, Bildung, Nahverkehr und Wasser gefährden: Zentrale öffentliche Dienstleistungen geraten unter wachsenden Privatisierungsdruck. Das würde das Angebot für die Bürger/innen verschlechtern. Die Konzerne wollen sogar auf die Wasserversorgung zugreifen, um neue Profitmöglichkeiten zu erhalten.

    TISA entmündigt Kommunen: Ob städtisches Krankenhaus oder Stadtwerke - sind sie erst einmal privatisiert, sollen sie es bleiben. Für eine Rekommunalisierung werden hohe Hürden errichtet.

    Dabei kennen wir die Probleme doch schon aus den Städten, deren privatisierte Abwassersysteme gerade verrotten :(
     
  3. eagle

    eagle Aktives Mitglied

    das wäre in einer demokratie nicht möglich, die meisten sind dagegen, eine handvoll würde sich bereichern.
    in einer demokratie wäre auch eine verlagerung von arbeitsplätzen in billiglohnländer nicht möglich, weil die arbeitnehmer wären dagegen,ebenso die sozialkassen, gewerbetreibende im umfeld der fabrik, und auch die kommunen wären dagegen, die absolute mehrheit wäre dagegen, es würde nie und nimmer gehen.
    in einer -parteien und lobbyistendiktatur wäre es möglich, ebenso in einer plutokratie !
     
  4. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Nicht jede Demokratie ist wie die andere. Zudem leben wir neben dem politischem Konstrukt auch in einer realen Wirtschaft, welche sich gegenseitig bedingen. Die Politik hier isoliert zu betrachten bringt da wenig.
     
  5. eagle

    eagle Aktives Mitglied

    die unterschiede zwischen einer direkten und einer parlamentarischen demokratie sind mir bekannt.
    jedenfalls geht von einer demokratie die macht vom volke aus, und das ist hier definitiv nicht der fall.

    desweiteren passen demokratie und kapitalismus nicht zusammen.
     
  6. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Nein, ich sagte jede Demokratie ist nicht wie die andere, denn jedes Land hat eine anders geregelte Demokratie. Und die Macht geht nicht vom Volke aus. Volksvertreter werden in der Regel auf Zeit gewählt von jenen Wahlberechtigten, die an einer Wahl teilnehmen und deren Stimmen am Ende ausgezählt werden. Die Wahlberechtigten die an einer Wahl teilnehmen sind nur ein Teil der Wahlberechtigten und diese wiederum, sind nur ein Teil des Volkes. Der Gedanke hinter einer Demokratie ist, dass die Macht vom Volke ausgeht, dies geschieht aber nur im eingeschränkten Maße und ist der Praxis geschuldet. Bin aber offen für praktikable und konstruktive Vorschläge, wie dies zu verbessern wäre.
     
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  7. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Einführung der direkten Demokratie, also Volksentscheide? Das kann man, mit guten Regeln, sehr gut gestalten. Ich empfehle da mal einen Blick in die Schweiz zu werfen. Von denen kann man lernen - man muss ja nicht alles so machen.

    Jedenfalls wären CETA, TTIP oder TISA so, wie sie hier am Volk vorbei durchgepeitscht werden, in der Schweiz undenkbar.
     
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