1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben!

Dieses Thema im Forum "Arbeit, Bildung, Studium + Schule" wurde erstellt von Phoenix, 5 März 2008.

  1. Phoenix

    Phoenix Aktives Mitglied

    Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben!


    Im Tarifstreit der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben die Mitglieder der Gewerkschaft ver.di für unbefristete Streiks votiert. Laut ver.di soll es zunächst vom 5. bis 14. März zu Arbeitsniederlegungen kommen. Muss man sich mal vorstellen, 10 Tage hintereinander keine Bus-, Straßenbahn-, oder -U-Bahnfahrten und das in einer 3 Millionenstadt. Es gibt natürlich immer noch den S-Bahnbetrieb, doch deren Netz ist weit weniger verzweigt und viele Berliner müssen sich auf andere Verkehrsmittel verlassen um zur Arbeit oder wenigstens zur nächsten S-Bahn-Station zu kommen.

    Hinzu kommt der erneute Tarifkonflikt bei der Bahn welcher im schlechtesten Falle dazu führen könnte, dass keine Bahn und natürlich auch keine S-Bahn mehr aufgrund eines Streiks fahren. Für die Berliner und Umland, bedeutet dies völlig Chaotische verhältnisse, wenn man bedenkt auf keine anderen öffentlichen Verkehrsmittel mehr zurück greifen zu können.


    Glück nur dass ich ab dem heutigen Tage Urlaub habe und mir den Stress nicht antun muss. :lol:
     


  2. Sinfullpain

    Sinfullpain Benutzer

    ich wollte dann echt nicht in berlin sein.

    naja..aber was die GDL da macht..das ist echt nichtnmehr normal
     
  3. jenny23701

    jenny23701 Bekanntes Mitglied

    das problem mit der bahn kenn ich, ich fahr jeden tag 30 min mit dem zug zur arbeit, und ich noch keinen reserve plan wie ich ansonsten zur arbeit kommen soll.
     
  4. steve0803

    steve0803 Aktives Mitglied

    Bei uns haben die auch gestern gestreikt es fuhr kein bus die Müllabfuhr kam nicht und unsere Ämter haben alle gestreikt! Gestern ging hier gar nix! Aber was heute ist weiss ich nicht.

    MfG
     
  5. Phoenix

    Phoenix Aktives Mitglied

    Es kommt noch besser......


    Für Montag hat die GDL wieder bundesweite Streiks angekündigt, wenn bis dahin kein neues Angebot der Bahn vorliegt. Die Bahn will zwar gerichtlich dagegen vorgehen, doch wenn der Streik kommt wird es zu Chaos in ganz Berlin und Umland kommen. Man muss sich mal vorstellen, wieviele Leute im Berliner Süd-ost wohnen und zb. nach Spandau im Nordwesten müssen.......Ohne Auto, Taxi oder dergleichen wird da unmöglich, es sei denn man steht früh auf und läuft die 30 km!!!!! :D

    Ich hab Urlaub...... :lol:

    EDIT : BAHN = S-BAHN!!!!!!!
     
  6. The crow

    The crow Benutzer

    Hallo Phönix,
    irgendwie lese ich eine gewisse Schadenfreude, aber zurück zum Thema. Ich arbeite ebenfalls im öffentlichen Dienst und muß euch sagen, dass dieser wirklich mieserabel für die Qulität die wir leisten zu schlecht bezaht wird, besonders wenn man in einer Großstadt lebt und dann noch in München mit den höchsten Mietpreisen. Dem öffentlichen Dienst ist es nämlich ganz egal wo ich lebe, für meine Arbeit bekomme ich bundesweit abgesehen in den neuen Bundesländern das gleiche Gehalt. Der liebe Herr Schäuble ist so nett bietet einem 5% Prozent Lohnerhöhung an, wobei man bedenken muß, dass wir dafür 40 Wochenstunden arbeiten sollen (momentan bei 38,5) bei einer wachsenden Inflationsrate von ca. 3% Jährlich. Wobei die Politiker sich eine Diätenerhöhung von 9% gegönnt haben und nun höre und staune man, es wurde nicht gestreikt, es ging ohne Probleme durch. Da fällt mir nichts mehr dazu ein. So long. :bang:
     
  7. jenny23701

    jenny23701 Bekanntes Mitglied

    jetzt ist es durch das schlichtungsverfahren ja besser, die vom öffentlichen dienst dürfen jetzt im moment nicht streiken.

    @ the crow ich geb dir da echt recht (ich mache zur zeit meine ausbildung im öffentlichen dienst) und das angebot ist gleich null, wenn man überlegt 4% in zwei jahren und 1% für die leistungsbezogene bezahlung, das ist keine erhöhung, rein rechnerisch soger minus.
     
  8. noel

    noel Guest

    hey crow,
    ich kann dir nur zustimmen.
    denen, die hier kein verständnis für die aufgestaute wut der kollegen dort aufbringen, sollten sich mal schleunigst erkundigen, was dort für hungerlöhne gezahlt werden: seit jahren haben die kollegen dort netto-kaufkraft-verluste.
     
  9. Sinfullpain

    Sinfullpain Benutzer

    für die allgemeinheit sind diese ständigen streiks aber mehr als nur lästig.
    warum müssen SO LANGE ALLE leiden?
     
  10. The crow

    The crow Benutzer

    Hallöchen,
    vielen Dank für euer Verständnis für die letzten Streiks und die die noch kommen werden. Natürlich ist es für die Allgemeinheit nicht immer verständlich, wenn ´mal wieder gestreikt wird. Aber leider bleibt dieses nicht immer ganz aus, denn wer im sozialen Bereich oder allgemein im öffentlichen Bereich arbeitet möchte für seine Leistung gerecht bezahlt werden. Wir können halt nicht eben einmal zum Cheff gehen und sagen, dass wir mehr Geld haben wollen.
    Das sind halt die kleine aber feinen Unterschiede.
     
  11. Phoenix

    Phoenix Aktives Mitglied

    Es geht hier allein um die BVG-Berlin, nicht allgemein um den öffentlichen Dienst!

    Verständnis aufbringen für einen öffentlichen Betrieb, der den Streik auf den Rücken der Kunden austrägt? Für BVG-Bedienstete dessen Lohn nirgends offiziell bekannt gegeben wird (wohl mit bedacht), dessen Arbeitsplatz bis 2020 gesichert ist und jetzt auch noch 12% mehr Lohn fordert?

    Man darf den öffentlichen Dienst nicht in einen Topf werfen und meinen: >>>Hey wir bekommen alle einen Hungerlohn!! 12% wären wohl angebracht!!<<< Ein Berliner Bus/U-Bahn/TRAM-Fahrer der BVG verdient samt dem "Ein-Mann-Zuschlag" 2700€ Netto, hinzu kommen steuerfreie Sonn- und Feiertags-Zuschläge von 30 %!!!!Wohingegen ein Bus/U-Bahn-Fahrer in der Hansestadt Hamburg gerade mal eine Höchstvergütung von maximal 2250€ zu verbuchen hat. In FFM kommen die Fahrer gar erst nach 10 Jahren in den genuss von wenigstens 2200€ Brutto.

    Das "Verantwortung" reichlich entlohnt werden müsse, steht ausser frage. Doch wenn die, doch schon reichlich bedienten, BVG-Mitarbeiter mit dem Strom mitschwimmen wollen und sich einem Bundesweiten Streik anschliessen um noch mehr Prozente abzugreifen, dann hat "Verständnis" auch irgendwann ein Ende. Wer verdient schon 2700€ Netto und bekommt immer noch nicht die Taschen voll?


    Vom öffentlichen Dienst im allgemeinen war hier also nicht die Rede.
     
  12. The crow

    The crow Benutzer

    Hallo Phoenix,
    natürlich hast du Recht, dass die GDL nichts mit dem Streik des öffentlichen Dienstes miteinander etwas zu tun hat. Dummerweise streiken beide momentan und ich habe halt dein Thema einwenig ausgeweitet.
     
  13. Phoenix

    Phoenix Aktives Mitglied

    Naja glücklicherweise befindet sich die GDL lediglich in einem erneuten Tarifstreit mit der Bahn. Wäre der Streik nicht abgewendet worden, wären viele Großstädter nicht mal in der Lage aus der Stadt entfliehen zu können, geschweige denn die Arbeit aufzusuchen. ;)

    Sobald die Bahn tatsächlich bestreikt wird, besteht für mich das problem auch einfach darin dass die wirtschaft erheblich darunter leidet. Viele Unternehmen sind auf die Bahn angewiesen, viele IN- und EX- PORTE werden zu Gleis abgewickelt. Dabei werden nicht nur Arbeitsplätze gefährdet, sondern auch der Wirtschaftsstandort - Deutschland.

    Dass die Bahngesellschaften keine andere Möglichkeit besitzen sich für mehr Lohnausgleich einzusetzen ist die eine Sache, doch muss man einfach wissen dass nicht nur die Deutsche Bahn darunter leidet, sondern größtenteilauch Unternehmen und die Bahnkunden. Die Bahn kann solche Streiks doch Monatelang überdauern, ohne ernsthafte Verluste hin nehmen zu müssen, gleiches jedoch gilt für andere Unternehmen die die Bahn nutzen - nicht!
     
  14. jenny23701

    jenny23701 Bekanntes Mitglied

    beim öffentlichen dienst ist ein ende in sicht.

    Potsdam (dpa) - Die kommunalen Arbeitgeber haben dem gefundenen Tarifkompromiss zugestimmt. Das verlautete aus Verhandlungskreisen in Potsdam. Damit steht einem neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen nichts mehr im Wege. Ein Streik ist damit endgültig abgewendet. Ver.di und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb hatten zuvor zugestimmt. Nach dem Kompromiss sollen die Einkommen der Angestellten des Bundes und der Kommunen 2008 und 2009 deutlich steigen. Ein Teil von ihnen muss dafür länger arbeiten.

    ich meine mich als auszubildende trifft es nicht so. aber ich hab nicht das gefühl, dass es ungerecht ist.
    bei uns müssen alle beschäftigten eh schon 39 Stunden arbeiten und die beamten 40 und es gibt ja mehr geld. die genauen zahlen hat man noch nicht, aber ich find, es kann sich sehen lassen.
     
  15. eagle

    eagle Aktives Mitglied

    hi phoenix,

    es sind nicht die BAHNGESELLSCHAFTEN, die sich für höhere löhne einsetzen (ganz im gegenteil, die arbeitgebr möchten die löhne massiv senken, arbeitszeiten verlängern, und so viele arbeitnehmer wie nur irgend möglich entlassen, etc. ) es sind die interessenverbände der arbeitnehmer, die sich für einen inflationsausgleich bzw eine lohnerhöhung einsetzen.

    ( meiner meinung nach müsste es sowieso jährliche erhöhungen von mindestens 20 % geben, wenn ich mir die ständig steigenden kosten fürs wohnen, lebensmittel, energie etc anschaue, diese offizielle amtliche teuerungsstatistik halt ich für stark beschönigt, milde ausgedrückt ! )

    natürlich kommt es zu beeinträchtigungen wenn z.b. die bahn bestreikt wird.

    aber ich kann mich gut an das gemecker der leute im allgemeinen erinnern, als die bundesbahn noch staatlich war, jedes jahr einige milliarden subventionen ( heute heisst es "zuschüsse" und es ist nicht weniger geworden, nur sind es heutzutage euros anstatt dm ), wenig service, etc.

    bei der bundesbahn waren die lokführer und viele andere eisenbahner beamte, beamte dürfen nicht streiken, auch war die allgemeine transportpflicht im grundgesetz verankert.
    das hatte auch militärische gründe ( keine strecke wurde ohne genehmigung des verteidigungsministeriums bzw der nato stillgelegt ).

    private arbeitnehmer dürfen nunmal streiken, nicht nur bei der bahn, auch in den zahlreich "privatisierten " krankenhäusern.

    sowas hätte noch viel schlimmere folgen, dann würde es unter umständen ans -sterben- gehen.

    die meisten leute haben doch die "privatisierung " der bahn begrüsst, oder waren bestenfalls desinteressiert.

    und nun schaut euch um beim -service-, bei den fahrpreisen, den unrentablen oder stillgelegten strecken, es ist für den normalbürger nicht besser geworden, für finanzinvestoren, manager, etc ist es besser geworden.

    der einzelne kann nichts dafür, aber wer wählt solche politiker, die das ganze bundesvermögen (bahn,post,krankenhäuser,energielieferanten, etc,etc ) welches ja schonmal von den steuerzahlern bezahlt wurde, verkauft ?
     
Die Seite wird geladen...