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Mahngebühr

Dieses Thema im Forum "Rechte, Gesetzte + Justiz" wurde erstellt von Ofuner, 17 Februar 2012.

  1. Ofuner

    Ofuner Neuer Benutzer

    Hallö^^

    Ich dachte ich frag mal etwas,was auch schon recht alltäglich ist und was mich schon etwas länger beschäftigt.Ich hab mich in letzter Zeit ein bisschen mehr mit dem Zahlungssystemen befasst,also alles was so davon handelt.
    Jetzt wo ich kurz vor meinem Schulabschluss stehe,überleg ich etwas in dieser Richtung zu machen.
    "Das Problem auf das ich gestoßen bin ist:
    Dieser Verzug tritt dann ein, wenn die auf der Rechnung angegebene Frist überschritten worden ist, automatisch aber spätestens nach 30 Tagen nach Erhalt der Rechnung."
    ( C&P -> Gebühren )
    Das bedeutet ja,nach 30 Tagen kann man eine Mahnung schicken,und dafür auch Mahngebühren erheben kann.
    ABER : Man kann ja auch eine kürzere Frist setzen und mein Problem ist,wenn man jetztsagen wir eine Frist von 2Tagen nur setzt,ist das dann rechtskräftig?
    Also das man direkt nach 2Tagen wenn die Frist vorbei ist eine Mahnung schreibt?
    Dann wäre ja abzocke,aber wäre das rechtens?
     


  2. bokos

    bokos Aktives Mitglied

    Die 30 Tage Frist beginnt vom Tag der fälligkeit, frühestens von dem Tag, an dem die Ware/Dienstleistung beim Empfänger eingetroffen ist.

    Wenn in der Rechnung steht "zahlbar sofort" bedeutet es, dass in 30 Tagen die Zahlung fällig ist.

    Wenn in der Rechnung steht "zahlbar in 14 tagen" oder "zahlbar bis spätestens am xx.xx.xx" dann beginnen die 30 Tage erst ab diesen Moment wo die 14 tage oder das Datum vorbei sind.

    Anders gesagt: Hast du ein Zahlungsziel von 14 Tagen, dann kommst du erst nach 44 Tagen in Zahlungsverzug. Oder wie in deinem Beispiel eine Zahlungsfrist von 2 Tagen dann tritt der Zahlungsverzug nach 32 Tagen in kraft.


    Bei der ersten Zahlungserinnerung (Mahnung) darf keine Mahngebühr, Verzugszinsen usw. erhoben werden. Dies darf erst geschehen, wenn nach der ersten Zahlungserinnerung mit angemessener Fristsetzung keine Zahlung erfolgt und eine zweite Zahlungserinnerung verschickt wird. Dann darf man ab dieser dann eine Mahngebühr erheben. Diese darf aber auch nicht willkürlich hoch angesetzt sein, sondern muß den jeweiligen Kosten die dadurch anfallen entsprechen. Also wenn Kosten von 10 € anfallen, dann darf man keine 500€ verlangen.

    Kann der Schuldner aber nachweisen, dass durch die Mahnung keine Kosten von 10 € angefallen sind, sondern weniger, dann muß der Gläuber seine Gebühren für diese Mahnung entsprechend senken.

    Schau mal hier und hier