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Kämpferin gegen Sanktionen des Jobcenters

Dieses Thema im Forum "Arbeit, Bildung, Studium + Schule" wurde erstellt von Fortuna, 15 Juni 2013.

  1. Fortuna

    Fortuna Moderator

    Durch Facebook bin ich auf eine Mitarbeiterin des Jobcenters team.arbeit.hamburg gestoßen, die sich gegen Sanktionen an die "Kunden" der Jobcenter ausspricht. Abgesehen davon, dass das ganze Hartz IV-Gebilde unmenschlich ist, geht es hauptsächlich um Sanktionen, die sie für grundgesetzwidrig hält.
    Hartz IV ist für Menschen schon das mindeste, was sie an Geld benötigen. Werden sie sanktioniert, rutschen sie unter das, was ihnen von Gesetzes wegen zusteht.

    Ihre Beiträge bei Facebook und auch auf ihrem Blog werden hauptsächlich von Betroffenen kommentiert.

    Mittlerweile hat die Bundesagentur für Arbeit eine Pressemitteilung gegen Frau Hannemann herausgebracht. Auch die ist auf ihrem Blog zu lesen.

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit dem Jobcenter fast keine Erfahrung habe. Und ich kenne auch keine Hartz IV-Bezieher, lese also nur mit Entsetzen die Beiträge im Internet.
    Meine Erfahrung war mal kurzfristig, als ich mich über das Online-Portal des Jobcenters auf Arbeitssuche begab. Da gibt man an, was man berufsmäßig alles beherrscht und bekommt dann regelmäßig E-Mails mit Firmen, die Jobs anbieten.
    Was mich dabei entsetzt hat, war, dass 99 % der Firmen, die über die Jobbörse der Jobcenter Jobs anboten, Zeitarbeitsfirmen waren.

    Ich hoffe und wünsche, dass Inge Hannemanns Kampf nicht durch die Berichterstattungen über die Krise, Türkei und Hochwasser untergeht.
     


  2. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Zumal wir ja wissen, dass die soziale Schere auch in Deutschland immer weiter auseinander klafft.
     
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  3. Fortuna

    Fortuna Moderator

    Inge Hannemann hat einen offenen Brief in ihrem Blog geschrieben: http://altonabloggt.wordpress.com/2013/06/30/offener-brief-an-meine-unterstutzer/

    Es ist wirklich traurig, was in unserem reichen Land geschieht. Unser allererster Punkt im Grundgesetz "(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." ist doch schon lange nicht mehr gegeben.

     
  4. Fortuna

    Fortuna Moderator

  5. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Wer regt sich denn da auf? Wenn alle Harz IV Empfänger, alle Arbeitslosen, Aufstocker und Menschen mir kleinen und mittleren Einkünften zur nächsten Bundestagswahl wählen gingen und CDU und FDP einen kräftigen Tritt in ihre neoliberalen Ärs<he geben würden, könnte das Problem vielleicht angegangen werden.
    Angegangen, nicht gelöst, das würde selbst in diesem Falle, der ja nicht eintritt, noch ein paar Jährchen dauern.

    So lange aber das Signal an die Politik geht, dass nur Menschen wählen gehen, denen es gut geht und die Mehrheit bleibt zu Hause, so lange hilft die Jammerei gar nichts und die liebe Frau Hannemann kann auch nicht helfen. So lange sich Politiker bei Jauch oder Illner treffen dürfen um der kleinen Bürger zu veräppeln und deren Intelligenz zu beleidigen, wird sich gar nichts ändern. Die Kohle wird ja schließlich für die Banken- und Griechenlandrettung gebraucht.

    Ist das denn gar keinem aufgefallen? 500 Milliarden für die Banken dauern im Deutschen Bundestag ein paar Tage - wenn das Verfassungsgericht nicht eingeschritten wäre, hätte es gar keiner gemerkt - die Neuregelung der Hartz IV Sätze hätte ohne das Verfassungsgericht überhaupt nicht stattgefunden. Die Menschen in diesem Land sind nicht systemrelevant - Banken schon ;)
     
  6. Fortuna

    Fortuna Moderator

    Frust im Jobcenter

     
  7. Fortuna

    Fortuna Moderator

    Das Problem ist wahrscheinlich: Man kann ja wählen, was man will, es ist alles ein Einheitsbrei. Welche Partei unterscheidet sich denn noch irgendwie von einer anderen.
    Und Menschen, die den Mut verloren haben, sich Tag für Tag durchbeißen müssen oder depressiv zu Hause sitzen, kümmern sich eh nicht mehr um Wahlen.
    Es sind ja nicht nur CDU und FDP, die den Tritt brauchen, sondern auch die Grünen und besonders die SPD, die das Dilemma mit Schröder heraufbeschworen haben.
     
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