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Fidel Castro ist diesmal wirklich tot!

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von noeppe, 26 November 2016.

  1. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    [​IMG]

    In "Little Havanna" in Miami ist dieses Ereignis mit einem Autokorso gefeiert worden.
    "Fidel, Tyrann, nimm deinen Bruder mit" skandierten die Demonstranten....... [​IMG]
     


  2. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

  3. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Und trotzdem ein winziges Land in der Nähe der USA, was sich nicht hat klein kriegen lassen, einer Invasion durch die Amerikaner widerstanden hat, trotz Embargo den USA getrotzt haben und beste Baseballspieler hervorgebracht haben. So was wie das kleine Dörfchen von Asterix und Obelix im großen, kapitalistischen Imperium USA, wo sie nichts machen konnten. Da wo sie so vielen Südamerikanischen Staaten Regierungen stürzten und selbst Diktatoren an die Macht setzten um ihre eigenen Interessen zu vertreten, egal was dann mit dem Volk passierte, da hatten sie in Kuba keine Chance. Das hat für viele trotz der Diktatur von Fidel Castro für sehr viel Sympathie gesorgt.
     
  4. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Besonders die tausende Exekutierte und die vierzig- bis fünfzigtausend politische Gefangenen sind voller Sympathie und Dankbarkeit :mad:

    Und es kennzeichnet wahrhaft große Revolutionäre, dass sie über einen privaten Yachthafen samt Yacht, ein privates Baseballstadion und eine eigene Insel verfügen, während das Volk hungert :(
     
  5. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Das gilt doch im viel größerem Maße für zahlreiche, demokratisch gewählte amerikanische Präsidenten, die ihre eigenen Leute im Ausland verschlissen oder wie beschrieben, in anderen Ländern Diktaturen an die Macht verhalfen und Kriege anzettelten und immer noch anzetteln, solange es den Interessen der USA diente.

    Niemand sagt das Fidel Castro ein Engel war, aber gerade die Menschen in Südamerika wissen sehr wohl ihn im Verhältnis zu den freiheitlich, gewählten Präsidenten der USA und deren erfolgte Völkerverbrechen durch deren Geheimdienste einzuschätzen. Das man dort Fidel Castro als Held ansieht, mag angesichts der bei ihnen von der CIA unterstützen/eingesetzten Diktaturen und extrem hart gepeinigten Bevölkerung, wohl kaum verwundern. Ja, Fidel Castro hat dort umso mehr Sympathien, wo die Menschen unter der USA oder deren Aktionen zu leiden hatten/haben.
     
  6. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Er war ein Schwein, dass tausende Umbringen, zehntausende Einkerkern ließ und selbst in Saus und Braus lebte und sein Volk für seine bescheuerte Ideologie hungern ließ.
    Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass es auf der Welt noch andere und noch größere Schweine gibt.

    So wundert es auch nicht, dass gerade die Exilkubaner die Nachricht von seinem Tod gefeiert haben. Und das, obwohl Fidel 2006 seine Funktionen und Ämter an seinen jüngeren Bruder Raúl abgegeben hat. Und die werden wissen warum sie gefeiert haben.
     
  7. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Die wissen sehr wohl warum sie gefeiert haben, insbesondere jene Dynastien, die vor der Revolution gerne mit der USA und Batista paktiert haben und danach enteignet wurden. Fidel war ein Diktator, aber trotzdem sollte man auch nicht vergessen, welche Umstände es ihm damals ermöglicht haben das Volk auf seine Seite zu ziehen und warum "gewisse" Exilkubaner so eine eine Stinkwut auf ihn haben/hatten. Ich finde es schon wichtig zu verstehen, warum gewisse Leute beim Tot eines Menschen applaudieren und wie es dazu kommen konnte, dass das ein oder andere Schwein an die Macht kommen konnte.
     
    trebla gefällt das.
  8. waldi44

    waldi44 Neuer Benutzer

    Ok, das ist nun wirklich ein schon etwas älterer Beitrag, aber irgendwo muss man als Neuer ja anfangen ;) .
    Castro als "Schwein" zu bezeichnen finde ich nicht nur begrifflich, sondern auch inhaltlich daneben. Wenn man den Begriff unbedingt nehmen muss(?), dann trifft er wohl eher auf die Exilkubaner in den USA zu. Die Reichen und die Schönen, die Kriminellen und Mafiosi waren es doch, die Kuba ausgebeutet haben und dann, als die Revolution siegt, Hals über Kopf zu ihrer Schutzmacht flohen. Kuba war vor der Revolution das Bordell, die Spielhalle und das Drogenzentrum der USA. Schlussendlich waren es auch die USA (CIA), die Kuba in die Arme der Sowjets trieben und deren Wirtschaftsembargo, dass den kleinen Leuten auf Kuba mehr schadete als Castro und seinen Genossen.
    Inzwischen ist auch auf Kuba eine neue Generation herangewachsen, denen das Leid und Elend ihrer Eltern schon fast fremd geworden ist und die eher sehnsüchtig auf die schöne Glitzerwelt jenseits der Floridastraße sehen als auf die eigene Vergangenheit. Zweifellos ist Kuba eine Diktatur und zweifellos gab es politisch bedingte Morde aber mit wie vielen diktatorischen Staaten der Welt hat die Bundesrepublik in der Vergangenheit und heute noch beste diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen?
    Mit Castro ist jedenfalls ein großer Mann der Geschichte gestorben, über den diese noch nicht das letzte Wort gesäuselt hat!
     
  9. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Ja und? Rechtfertigt das die tausende Morde und zehntausende Einkerkerungen? Morde und Inhaftierungen jenseits jeglicher rechtsstaatlicher Legitimation!

    Eine krude Auffassung von Rechtstaatlichkeit die schlimmer ist, als die Mafia.......
     
  10. waldi44

    waldi44 Neuer Benutzer

    Nein, es ist auch keine Rechtfertigung aber Realpolitik. SO läuft das nun mal nach Revolutionen oder unter Diktaturen. Selbst in manchen Demokratien fragt man sich was in dem Land für Zustände herrschen. Brasilien und Mexiko zum Beispiel. Mord, Totschlag, Drogenhandel, Prostitution aber "Demokratie"! Wird im diesen Ländern der Präsident abgewählt, sagt auch keiner "endlich ist das Schwein weg"! Pinocet in Chile zB. ließ tausende und abertausende Gegner ermorden, aber er hatte außer zum Ostblock die besten Beziehungen zum Rest der Welt. Erst nachdem tausende ermordet wurden und hunderttausende das Land verlassen hatten, reagierte die USA und er musste gehen. Mit seiner Verurteilung wartete man aber, bis er gestorben war. Diese Liste könnte ich noch stundenlang so weiterführen.
     
  11. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Und was sollte mich hindern zu sagen: "Augusto Pinochet war ein Schwein, ein widerlicher Verbrecher"? Dass die Amis gerne mit Verbrechern paktieren ist bekannt. Wenn du mich fragst: Warum?, kann ich nur spekulieren. Vielleicht: Gleich und Gleich gesellt sich gern? - ich weiß es nicht.
     

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