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Die Türkei unter Erdoğan - Ein Land verliert seine Demokratie?

Dieses Thema im Forum "Politik, Wirtschaft + Gesellschaft" wurde erstellt von Joaquin, 15 Juli 2016.

  1. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Darum geht es doch gar nicht. Das türkische Volk hat mehrheitlich so entschieden. Ob uns das passt oder nicht ist völlig irrelevant.

    Eine völlig andere Frage ist es, wie wir damit umgehen wollen. Aber wenn sich für uns ein Vorteil bietet, dann machen unsere Politiker auch mit dem Teufel Geschäfte. :mad:
     


  2. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    In welcher Form ist es irrelevant?
     
  3. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Interessiert es uns, was die Türken glauben, wer bei uns bei der nächsten Wahl Bundesmutti werden darf? Haben wir in Ankara die Genehmigung eingeholt, dass Mutti noch mal darf? Nein, natürlich nicht.

    Genau so hilfreich sind unsere besserwisserischen Ratschläge in Richtung Türkei.

    Mir gefallen Trump, Putin, Orbán, Duda oder May auch nicht. Aber da halten wir uns zurück.
    Aber mit den Türken, glauben wir, können wir es machen.
    Übrigens: Aus meiner Sicht ist die Lage in der Türkei auch eine direkte Folge der EU-Aufnahmepolitik.
    Und, nur mal so am Rande, die Schwierigkeiten mit Putin sind auch auf eine verfehlte Ostpolitik (insbesondere NATO) zurückzuführen.
     
  4. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Aus der Sicht der Sicherheitspolitik kann man sich fragen, wie weit ein Land entfernt sein muss, damit es unsere Interessen nicht tangiert. Aus Sicht der Menschenrechte, darf uns da überhaupt die Entfernung eines Landes egal sein?
     
  5. Uterane

    Uterane Neuer Benutzer

    Naja ich hoffe einfach das wird nun mal geklärt!
     
  6. Uterane

    Uterane Neuer Benutzer

    Wegen der Sicherheitspolitik. Ich denke mittlerweile ist es so, das jedes Land jeden anderem Land dahingehend gefährlich werden kann. Das sind eben die Folgen der Globalisierung.
     
  7. Martha52

    Martha52 Neuer Benutzer

    Hallo,

    zu diesem Thema möchte ich mal etwas schreiben. Ich bin 52 Jahre und lebe seit knapp 20 Jahren in der Türkei. So wie es in den Medien dargestellt wird, ist es in der Türkei und um Erdogan nicht. Das Volk liebt ihn und er hat wieder mit über 50% gewonnen . Was wollen wir deutsche ? Das geht doch uns nichts an. Denkt ihr in Deutschland ist alles in Butter ? Schaut doch mal die Politiker an die verstecken sich hinter einem Fussballer und versuchen davon Profit zu ziehen.

    Das ist echt so was von Blöd

    LG Martha52
     
  8. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Das Volk besteht aber aus mehr als nur 50% die ihn gewählt haben. Aber darum geht es ja gar nicht, sondern u.a. um so etwas wie Grund- und Menschenrechte und so grob kann man dann schon mal schauen wo welche Staatsbürger in welchem Land nach Asyl suchen. Deutsche in der Türkei oder Türken in Deutschland. Angesichts dieser Fakten ist mir ein Sommerloch um Özil lieber als handfeste und mehr als zweifelhafte Aktionen gegen Demokratie, Bürger und dort lebende Menschen: Türkei 2017 | Amnesty International
     
  9. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Gerade wir Deutschen wissen, wovon wir reden. Auch wir hatten mal einen Führer, dessen Machtbesessenheit seinen IQ bei weitem übertraf. Wohin das geführt hat wissen wir alle.
    Ich habe Angst vor Erdogan - aber auch vor Putin, Trump usw. :mad:
     
  10. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Putin halte ich für clever und kalkulierend. Da sehe ich nicht so die Gefahr. Trump ist es dagegen nicht, aber ich halte die wesentlichen Amerikaner in ihrer Grundhaltung zu kapitalistisch eingestellt, als dass sie sich ihre Geschäfte am Ende durch Trump vermießen lassen. Bei Erdogan sehe ich u.a. auch die religiöse Ader mit einfließen. So etwas ist oft genug ein unkalkulierbares Risiko, mit bösem Ausgang. Und natürlich dieser Nationalstolz mit der Sehnsucht ein Big Player und mit Trump und Putin gleichauf sein zu wollen. Keine gute Mischung.
     
  11. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Was sind das denn für komische Viecher, diese wesentlichen Amerikaner? Vielleicht werden die unwesentlichen Amerikaner diesen Schwachkopf beim nächsten Durchgang mit 75% wählen. Und wir wissen doch: America first! Also mir macht das Angst :mad: zumal der Durchschnittsamerikaner mit naiv noch sehr wohlwollend bezeichnet ist! ;)
    Und Erdogan? Der ist wohl der schwächste der "mächtigen" Irren. Mit Inflationsraten zwischen 12 und 14% und einer Lira, die rasend schnell ins Nichts rauscht wird bald wohl auch der letzte Ziegenf***** begreifen, wohin die Reise geht. Und Staatsstreiche sind ja fester Bestandteil der türkischen Kultur.
     
  12. Rolf-Andreas

    Rolf-Andreas Bekanntes Mitglied

    Im Prinzip hast du Recht, was geht uns dieser Pleitestaat Türkei an.
    Der ist genauso pleite wie Griechenland sagt ein türkischer Freund.
    Aber nicht nur er sondern die Wirtschaftsdaten der Wechselkurs usw. sprechen eine sehr deutliche Sprache.

    Die Türken lieben seine Stärke, seine Macht und den Wohlstand den er den einfachen menschen gebracht hatte, eine Leistung die ihn auch keiner nimmt.
    Aber :
    Der Weg der Türkei ist vorgezeichnet.
    Der Weg in die Diktatur,
    Der Weg in die islamische Republik,
    Der Weh in die Isolation in dem Christen dann noch offener verfolgt werden und noch mehr Kirchen angezündet werden.
    Erdogan ist vorbestraft wegen seiner islamististen Äusserung da hatte er (bevor er bekannt wurde) sein wahres gesicht gezeigt.

    Wer sich ihm anschliesst wird dort gut leben können, aber wem kannst Du denn da noch trauen.?
    Ist ja schon heute gefährlich das falsche dort öffentlich kund zu tun und auch hier in Deutschland ist der türkische Staat
    mit seinen Geheimdiensten tätig und mordet.
    Regimegegner haben keine Chance, egaL wo.
    Erdogan mit Putin oder gar Trump zu vergleichen ist Unsinn.

    Und in allen islamistischen Staaten fängt es an zu brodeln und wehe die Führer schaffen es nicht die Menschen einigermassen zufrieden zu stellen.
    Deutsche oder andere Einwanderer mit Devisen geht es noch einige Zeit gut, aber was machen wenn keine ausreichende Versorgung mehr stattfindet.

    Betteln bei Staaten die damit ..eigentlich.. nichts zu tun haben, die sich da raushalten sollen ja sogar müssen.

    Von mir aus gerne, die Türkei wird der EU jedes Jahr Milliarden Euro mehr kosten als jetzt schon.

    Ohne die Kohle die die EU jetzt schon abdrückt, gute Nacht Emma.

    Kaffee ist da jetzt schon richtig teuer (für die Einheimischen)
     
  13. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Mit wesentlich meine ich jene, die auch ohne zur Wahl zu gehen, einen Einfluss auf die Geschicke des Landes haben. Das gemein Volk könnte zwar auch einen entscheidenden Einfluss haben, aber eine nicht unwesentlicher Teil dieser Leute haben ja leider auch angesichts ihres "umfassenden" Weltverständnisses, Trump gewählt :cool:
     
  14. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Und werden es wieder tun [​IMG]
     
  15. Rolf-Andreas

    Rolf-Andreas Bekanntes Mitglied

    Und sie haben auch ihre Art und Weise auch Recht, denn Trump geht brutal aber Zielgerichtet für sie in den Ring und setzt
    längs fällige Steuer/Zoll-angleichungen durch.
    Trump immer als Vergleich ranziehen ist für den Pooo.
    Erdogan ist auf seine Art und Weise nicht mir anderen Präsidenten zu vergleichen,
    denn er will die Religion
    bevorzugen und nicht das Land ansich, wie es Putin und Trump macht.
     
  16. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

  17. noeppe

    noeppe Bekanntes Mitglied

    Ich stimme grundsätzlich zu, habe aber so meine Probleme jedes Verbrechersyndikat zur Religionsgemeinschaft hochzustilisieren, nur weil genügend viel Macht auf der einen und so unendlich viel Leid auf der anderen Seite zu finden ist. Wobei das auch schon die größte Gemeinsamkeit zwischen Islam, Christentum und Kapitalismus darstellt.
    Der wohl größte Unterschied ist, dass sich der Einzelne nicht entscheiden kann ob er mitmacht. Selbst dann nicht, wenn er erkennt, dass diese Religionsgemeinschaft eher eine Verbrecherbande ist - also mit seinem moralischen Kompass nicht übereinstimmt. :mad:
     
  18. Rolf-Andreas

    Rolf-Andreas Bekanntes Mitglied

    Ist für mich schon eindeutig zu erkennen, denn in den USA ist eines sicher, geht es der Firma gut, geht es dem Arbeiter auch gut und speziell in diesem Fall wo von Trump noch einiges zugelegt wurde und :
    Geht es dem Wähler schlecht, dann gute Nacht Herr Specht.
    USA Land und Kapital, dass ist sowieso Ein und das Selbe.
    Wo ist es denn noch anders, selbst China hat das erkannt.

    Und dann hätten wie die Frage, wie sehr Geld oder der Kapitalismus von einer Religion entfernt ist ;) Siehe hier: Geld und Gott – Kapitalismus als Religion - le Bohémien

    Religion ist Opium fürs Volk, Geld bring Arbeit und Brot.

    Und wenn man sich die Finanzmärkte anschaut, dann ist zumindest klar, wie sehr Geld eine Glaubenssache ist: Ökonomie: Geld ist Glaubenssache[/

    Mann muss nicht alles glauben was irgendwo geschrieben steht/ist, nichts ist für die Ewigkeit.
    Geld ist der Pegel, die Messlatte für ein Land ob es gut läuft.
    Und sicher ist das Geld in vielen Ländern nicht, weil es beschi..en läuft.
    Eine starke Währung (Geld) hat nichts mit Glauben zu tun, vielleicht für Spieler und andere Verrückte, aber nicht für den einigermassen int. Menschen.
    Gute Leistung -BIP- zeigt doch alles.
     
  19. Carthadvered

    Carthadvered Neuer Benutzer

    Es ist gut zu wissen.
     
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