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Buddhistischer Lama verwest nicht: Daschi-Dorscho Itigelow

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft + Geschichte" wurde erstellt von Joaquin, 15 Juni 2013.

  1. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Damit etwas zu einem Wunder wird, muss etwas geschehen, was der Mensch mit seinem rationalem Verständnis nicht erklären kann. So etwas rückt dann ein Geschehnis in die Nähe eines Wunders. Und genau so etwas in Iwolginski Dazan geschehen, einem buddhistisches Kloster in Russland, rund fünfeinhalbtausend Kilometer östlich von Moskau.

    Daschi-Dorscho Itigelow war geistliches Oberhaupt der Buddhisten Burjatiens, der so genannte Pandito Hambo-Lama. Er wurde 1852 geboren und verstarb im Jahr 1927. Bei seinem Tot jedoch, versammelte der damals 72 Jährige seine Schüler um sich und trug ihnen auf, ihn 30 Jahre nach seinem Tod wieder auszugraben. Im Lotussitz, der typische buddhistische Medditationspose, stimmte er darauf hin eine Todesgebet an und verstarb kurz darauf.

    Wie wahr nun diese Aussage ist und was davon Dichtung lässt sich nun kaum sagen. Bekannt ist jedoch sein Todesjahr und dass ihn seine Schüler ihn in seiner letzten Meditationshaltung in einem Grab, einem Würfel aus Zederndielen, beilegten.

    Wohl wegen der Repressalien Stalins, kamen die Schüler nicht ganz genau dieser Aufforderung nach, jedoch in den Jahren 1955, 1973 und 2002 wurde seine Leiche exhumiert und auch beim letzten mal, weißt seine Leiche keine Verwesungsspuren auf. Dabei wurde sein Körper weder mumifiziert, noch einbalsamiert.

    Für Buddhisten ist ein perfekter Übergang vom eben in den Tod dann gegeben, wenn die Seele den Körper unversehrt verlassen kann. Dies passiert dann, wenn auch der Körper unversehrt hinterlassen wird. Ein Ritual, welches höchste spirituelle Reinheit erfordert.

    Нетленный Хамбо-лама Итигэлов
     


  2. Lucas

    Lucas Aktives Mitglied

    Eigentlich ist Buddhismus (z.B. Zen) eine relativ übersichtliche Angelegenheit.
    Du mußt überhaupt nichts glauben, das Jetzt ist die Ewigkeit, was für dich wichtig ist passiert über die Selbsterfahrung.
    Was ich aber vom tibetanischen Buddhismus kenne, läßt mich daran zweifeln ob das überhaupt Buddhismus ist.
    Götter, Bardozustände, und jetzt auch dieses "Wunder".
    Erkenntnis und spiritueller Fortschritt ist für Buddhisten doch eine innere Angelegenheit.
    Was soll so ein äußeres Ereignis bewirken.
    Erzielt man einen persönlichen Fortschritt wenn man über einem unverwesten Leichnahm staunt?
     
  3. Joaquin

    Joaquin Administrator Mitarbeiter

    Naja, egal was diese Religion nun selbst lehrt, die Menschen wird man da kaum davon abhalten, dies als Wunder zu betrachten.

    Evtl. steht das ganze auch im Bezug zur damaligen UDSSR, wo Stalin zahlreiche Tempel hat zerstören lassen und ja alle Religionen im Lande verbot. Wie auch immer Daschi-Dorscho Itigelow es geschafft hat, seine Verwesung zu stoppen, so könnte er unter anderem ein Zeichen gesetzt haben, dass der Kommunismus bzw. eine Staatsform vergänglich ist, aber die Religion bzw. der Buddhismus nicht. Oder er wollte seine Religion damit vor dem Vergessen in Russland bewahren? Ist natürlich nur so ein wenig quer gedacht von mir :)
     
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