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Bahnstreik !!!

Dieses Thema im Forum "Politik, Wirtschaft + Gesellschaft" wurde erstellt von eagle, 4 Juli 2007.

  1. eagle

    eagle Aktives Mitglied

    seit anfang der woche gibt es bei der bahn warnstreiks.

    züge standen für gewisse zeit still, oder fielen ganz aus.

    urlauber kamen nicht zum ziel oder nur verspätet.

    berufspendler kamen zu spät zur arbeit, und müssen im ernstfall mit verdienstausfall rechnen.

    im tv wurden einige fahrgäste befragt, die durchaus verständnis für die streikenden und ihre lohnforderungen hatten, aber der streik würde auf dem rücken der fahrgäste ausgetragen, oder ein anderer meinte : der streik wäre okay, ist ja auch n grundrecht, aber er träfe die falschen, was meint ihr ?

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  2. Canadian

    Canadian Neuer Benutzer

    Sicher ist so ein Streik für die betroffenen Fahrgäste nicht angenehm und für manche auch teuer.

    Ich selber war zu meinen Bahnfahrzeiten schon des öfteren davon betroffen.
    Aber ich denke so ein Streik soll ja was bewirken und wenn alles einen gewohnten Gang nimmt ist die ganze Sache ja wirkungslos.

    Es soll ja " weh " tun und das bekommen nun mal sie Fahrgäste ab.
     
  3. steve0803

    steve0803 Aktives Mitglied

    Eigentlich brauchen die gar nicht zu streiken! Die bahn kommt doch eh immer zu spät lol!
     
  4. eagle

    eagle Aktives Mitglied

    höhö,

    hi steve,

    ja, auch so ein vorurteil, ne ?

    insgesamt gesehen, also alle züge, alle zugfahrten in der gesamten republik, sind zu über 90 % pünktlich, viele verspätungen werden durch betriebsfremde personen verursacht, z.b. spielende kinder im gleisbereich.

    ich finde 90 % ist ein sehr gutes ergebnis, stell dir mal vor, die lehrer würden so arbeiten, das 90 % der schüler ihren abschluss mit gut oder sehr gut beenden würden, stell dir mal vor, die polizei würde 90 % der verbrecher fangen, und die richter würden 90 % der verbrecher ihrer gerechten strafe zuführen.

    oder 90 % der politiker würden die interessen der bürger vertreten, oder wir hätten 90 % erfolgreiche unternehmer im land, das wär was, ne ?

    mir ging das um das argument, der streik ist okay, aber nicht auf dem rücken der fahrgäste, steve !!!
     
  5. steve0803

    steve0803 Aktives Mitglied

    hi eagle.

    Ja aber 90 % sind für die DB noch zu wenig wenn sie schon auf Pünktlichkeit bauen dann wenigstens 100% dann sollen sie die fahrzeiten am infoblatt ändern immer so zehn min später oder so dann würden die leutz auch net solange warten hehe

    Das die leute jetzt dafür büssen müssen in der hinsicht ist natürlich schon kacke! die können ja am wenigsten dafür ! und als entschädigung haben sie die ticket wieder ausgezahlt ! aber was nützt es wenn man den flüg verpasst hat?? da sind dann einige an hunder euro weg.

    MfG
     
  6. eagle

    eagle Aktives Mitglied


    100 % ist unmöglich, wie soll das gehen?

    orkanböen, bäume auf dem gleis, um nur ein beispiel zu nennen.

    die leute auf der autobahn, in ihren blechkisten, wenn sie bei 38 grad im schatten stundenlang im stau stehen, bei wem beschweren die sich denn ?

    das die leute nix dafür können, weiss ich auch, nur was kann ein mülltonnenbenutzer dafür, wenn die stadtwerke streiken, und die mülltonne nicht entleert werden?

    was kann ein supermarkt kunde dafür, wenn die verkäufer streiken ?

    es geht mir um diese saudämlichen, hohlen sprüche : nicht auf dem rücken der kunden !?? auf wessen rücken denn sonst ??

    es trifft die falschen !?? nein es trifft die richtigen !

    weisst, die sind hier alle viel zu verwöhnt, nur ein oder zwei stunden warnstreiks, und das auch nur punktuell.

    das müsste wie in frankreich, oder in spanien, etc abgehen, nix geht mehr, garnichts, und zwar nicht für std. oder tage, nein, wochenlang müssten die alles stehen lassen, fernzüge, regionalzüge, s-bahnen, einfach alles.
     
  7. steve0803

    steve0803 Aktives Mitglied

    Die Bauarbeiter lol

    jeder hat ja so seine eigene Meinung und ich mein Das streiken bringt eh nix weil guck mal du sagtest die leute sind verwöhnt also die kunden .die jenigen die streiken wollen och ihr geld nicht die anderen die dank denen wiede rmal doof dastehen. es geht bei denen nur um wenige prozente . ich finde es schwachsinn .andere hinein zu ziehen.
    ich ziehe uach keinen kollegen in etwas hinein wo er gar nicht schuld dran ist nur weil ich etwas haben möchte . man muss nicht immer streiken um etwas zu bekommen . Auch wenn es um arbeitsplätze geht! wenn man vernünftig genug ist dan gibt es bestimmt noch andere mittel.

    MfG
     
  8. roman82

    roman82 Aktives Mitglied

    Ob die streiken oder nicht, man merkt meistens sowieso kein Unterschied, denn die scheiß DB kommt meistens zuspät. Ja JA , die Preise werden Jährlich angehoben, und der Service bzw. die Pünktlichkeit geht down.

    Jetzt kann man keine Fahrkarten im Zug vom Schaffner kaufen, muß nur am Automaten.

    DB ist so scheiße vom Preis-Leistungsverhältniss.
    Schade dass es keine Konkurenz gibt, dann wäre hier bei uns kein Monopol, und die Preise wären niedriger.

    Naja, ich hasse DB, abzocken fast schon wie der Stadt.

    MfG
    Roman
     
  9. Morgentau

    Morgentau Aktives Mitglied

    Da wird endlos gepredigt, man soll auf Busse und Bahn umsteigen und dann werden die bestreikt. Logo fährt wieder jeder mit dem Auto.
    Auch wenn der Streik erfolgreich verläuft und die Mitarbeiter um 30 % höhere Löhne erwirken, auch das wird auf die Fahrgäste umgelegt. Dann steigen halt die Preise für die Tickets.
    Autofahren kommt im Endeffekt doch wieder billiger, ist zuverlässiger und bequemer.
    Von mir aus schließen sie den Verein ganz, dann fallen auch endlich die Wartezeiten vor den geschlossenen Schranken weg.
    Die Fahrgäste haben das Recht ihre Konsequenzen daraus zu ziehen, ich habe das schon lange getan.

    Zum Thema ist uns doch wirklich glatt die Sprache weg geblieben. Damit einer unserer Mitarbeiter trotz Streik pünktlich zur Arbeit kommen konnte, ist er mit dem letzten Zug am Vortag zur Baustelle gefahren und hat dort im Freien übernachtet. Auf die Idee, daß wir ihn abholen kommen, kam er gar nicht. Wird in Zukunft so gemacht.

    LG, Andrea
     
  10. st@ck_overflow

    st@ck_overflow Aktives Mitglied

    1.) Die Verspätungen der Bahn lassen sich meistens auf 2 Dinge reduzieren:

    a) Das marode Schienennetz, welches schon seit Jahren erneuert werden soll. Leider gibts vom Bund dafür kein Geld und die Bahn muss mit dem auskommen was sie hat.

    b) Die Reisenden. Wer mal am Bahnsteig steht und dem lustigen Treiben zuschaut, angefangen beim Zustellen der Türen, damit ja niemand der mehr rausmöchte auch rauskommt, bis hin zu den lustigen Leuten, dies immerwieder schaffen, da rumzurennen, wo sie nicht sollen.... Leute, dies nicht gebacken bekommen, von den Türen wegzutreten, was zur Folge hat, dass der Zug einfach nicht weiterfahren kann.

    Das Ganze verschleppt sich im Laufe des Tages so sehr, dass man fast immer Verspätungen hat. Vielleicht kann man in seiner Planung pro Bahnhof eine Minute mehr Standzeit durchdrücken, es würde nichts helfen, weils immernoch Leute gibt, die meinen, es würde vollkommen ausreichen, wenn sie genau zum Abfahrtszeitpunkt am Bahnsteig auftauchen. Was soll die Bahn da machen, hmn? Aber wichtig, dass immer die anderen Schuld sind

    2.) Zum Thema Streik: Die Bahn ist ein Dienstleister. Und wenn sie ihre Dienstleistungen einstellt, dann trifft das nunmal alle, die ihren Dienst in Anspruch nehmen wollen oder müssen. Ich wüsste nicht, welche Teile der DB AG überhaupt streiken dürfen, damit die Fahrgäste nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.
    Außerdem sind Streiks nunmal ein probates Mittel, um Gehaltserhöhungen durchzusetzen. Würds sowas nicht geben, gäbs auch keine Gehaltserhöhungen mehr und vielleicht grade mal so den Inflationsausgleich. Schaut euch unsere Rentner und Studenten an, die können sich nicht wehren und werden dementsprechend aufs emfindlichste abgezogen.

    Ich lese an euren Meinungen, dass nur die streiken dürfen, von denen ihr nicht direkt betroffen seid, oder wie sehe ich das? Wenn ihr in einer Gewerkschaft seid und streikt, weil ihr bessere Arbeitsbedingungnen, Kündigungsschutz oder auch mehr Geld haben wollt, dann ist das auf einmal gerechtfertigt, aber wehe es streikt die böse böse Bahn und ihr kommt 20 Minuten zu spät zu Mama....das ist schlicht gesagt absolut engstirnig und lächerlich.



    Darüber hinaus wurden die Warnstreiks rechtzeitig angekündigt, also wer sich da am Streiktag auf dem Bahnhof rumlümmelt und einen auf vollkommen überrascht macht, der braucht sich echt nicht wundern
     
  11. Fuba

    Fuba Aktives Mitglied

    tach gesagt,

    zum Thema Verspätungen: also das man sich aufregt, weil man warten muß, dass die bahn 10, 15, 30, 60min Verspätung hat is okay (tue ich auch wenn Stau is). aber dafür die Bahn beschuldigen das es an ihrem Service liegt finde ich nicht okay.
    jede Wirkung hat seine Ursache, st@ck_overflow hat es ja mit nen Paar Beispielen schon erklärt. jede Verspätung der bahn hat mit höherer Gewalt zu tun.
    eagle meinte die DB wäre 90% pünktlich (keine Ahnung ob des stimmt) und das is für so ein großes Unternehmen, denk ich mal, ne ordentliche Leistung.

    und noch nen kleines Beispiel, wir regen uns auf das die DB mal wieder Verspätung hat,
    weil es jeder tut der wartenden, dass brennt sich in unser Gedächtnis ein. aber wenn die DB pünktlich is nehmen wir das nicht zur Notiz weil es normal is und somit hat es für uns kein hohen Stellenwert, aber wehe die is wieder mal spät dran.
    hoffe jeder versteht was ich meinte ?(


    zum Thema Streik: ich fand es nicht gut das die von 5-9uhr streiken, zwecks Berufspendler. hätten ja auch von 20-22uhr oder von 19-21uhr, naja egal.
    die Forderungen von 30% und mehr Gehalt finde ich voll übertrieben und das die Lokführer ach so schwer arbeiten, keine Überstunden bezahlt bekommen, nur 1-2 Wochenenden im Monat Frei haben und das sie nach 8Std nicht gleich Feierabend haben. was haben die am Monatsende raus?? 1500,- und mehr?? nehmen wir mal den Beruf Koch, wage mal zu behaupten 80% der Köche haben im Monat wenn überhaupt 1 Wochenende Frei, 8 stunden?? die regel ehr 10, 12 und mehr Stunden dann erst Feierabend, Überstunden bezahlt?? Frei?? ,,schauen wir mal'' sagt der Chef,
    was haben die am Monatsende raus?? 850,- bis 1200,-??
    könnten mit dem Beruf Krankenschwester weiter machen..........
     
  12. st@ck_overflow

    st@ck_overflow Aktives Mitglied

    Tatsache: Momentan ist es so. Mein Vater arbeitet bei dem Verein. 30% mehr Lohn sind übertrieben, die Tatsache, dass die GDL nicht mit den beiden anderen Gewerkschaften verhandeln will, ist auch nicht okay. Sagter ja selbst. Dementsprechend streikt er auch nicht. Ich darf mir das Ganze jetzt schon längere Zeit ansehen, wie er kaum Urlaub bekommt, Massen an Überstunden macht, teilweise am Tag nur 5 Stunden Schlaf bekommt und ansonsten immer nur hin- und wieder herpendelt.

    Die Lokführer haben ähnlich Busfahrern und Piloten die gleichen Pflichten: Nach der Schicht ist eine gewisse Ruhezeit gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings muss man sich innerhalb dieser Zeit auch darum kümmern, von der Arbeit heimzukommen und auch wieder zur Arbeit hinzukommen. Und grade als Lokführer ist dein Arbeitsplatz immer grade da, wo du den ersten Zug hast. De Facto: Du hast vielleicht mal Glück und marschierst zum Bahnhof in deinem Wohnort oder du hast mal richtig Pech und fährst ne Stunde.

    Deinen Vergleich mit Krankenschwestern kannst du ruhig machen, die haben die gleichen Probleme. Köche würde ich da allerdings nicht ranziehen. Warum? Weil sie nicht während ihrer gesamten Arbeitszeit die Verantwortung für 200 und mehr Personen haben...
     
  13. Morgentau

    Morgentau Aktives Mitglied

    Es ist für mich ganz einfach. Wenn ich streike, bin ich meinen Job los. Und einen Streik auf dem Rücken von denen auszutragen, die indirekt das Gehalt bezahlen, ist nicht ok.
    Bei uns hier fahren jede Menge leere Züge, die könnten genausogut eingestellt werden. Oder auf die Stoßzeiten beschränkt werden. Die Bahn könnte ja hier durchaus sparen. Täte sie das, würden die Mitarbeiter sicher eine Weiterbeschäftigung erzwingen.
    Man kann auch ganze Wirtschaftszweige zu Tode streiken und nur ans eigene Ego denken.

    LG, Andrea
     
  14. st@ck_overflow

    st@ck_overflow Aktives Mitglied

    Falsch, wenn du streikst, bist du gewerkschaftlich organisiert und kannst maximal aus dem laufenden Betrieb ausgesperrt werden, was heißt, dass dein Arbeitsvertrag für die Dauer des Arbeitskampfes eingefroren wird. Um das zu kompensieren, gibts in jeder Gewerkschaft Streikkassen, also bezahlen die dich, wenn du ausgesperrt wirst.

    Nun wieder zu deinen aktuellen Beispiel: Würden bei der IG Metall nur das Sicherheitspersonal und die Putzkräfte streiken, würde das die Führung eher peripher tangieren (auf Deutsch: erstmal am Arsch vorbeigehen)
    Daher streiken ja auch die Jungs in der Produktion. Ziel ist es, den Betrieb in einer gewissen Zeitspanne durch Arbeitsausfall so unter Druck zu setzen, dass er Kompromissbereit wird. Zurück zur Bahn: Würde man nur die Züge nicht fahren lassen, die sowieso nicht genutzt werden, hätte die Logistikabteilung vielleicht ein bisschen mehr Stress, weil Zug A nicht zum Zeitpunkt B an Stelle C ist, sondern an Stelle D, wo er bestreikt wird. Das hat
    a) Wiederrum Auswirkungen auf die Fahrgäste, weil die Züge fehlen und somit keiner fahren kann oder
    b) Es kratzt Meister Mehdorn absolut nicht und er kann den Arbeitskampf der Belegschaft mit den Worten "Ihr Weicheier zieht aber auch garnix durch" beenden. Mit katastrophalen Folgen für die nächsten Tarifrunden.


    Weiterhin gehen wir mal in andere Sparten...

    Streik bei der Telekom -> wird auf dem Rücken der Kunden ausgetragen, egal ob Servicecenter, Technik oder Stördienst, irgendwo bekommt jeder was ab. Selbst wenn das Call Center weiterarbeitet und nur die Backbone-Techniker streiken werden das die Kunden mitbekommen.

    Streik bei den Ärzten -> Hatten wir letztens, mangelnde Versorgung der Bevölkerung, ergo wirds auf dem Rücken der Kunden ausgetragen

    Streik bei der IG Metall -> 2 Wochen Stopp bei den Zulieferern für Autos, Schiffe, selbst dumme kleine Coladosen. Effekt: Schlägt sich alles auf die Preise nieder, die diese Sachen dann kosten und im Endeffekt wird der Streik auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Der Endkunden versteht sich.



    Wie du siehst, ist der normale Mensch immer der Dumme. Allerdings hat die Methodik Streik den angenehmen Vorteil, dass in diesen Tagen auch das Unternehmen keinen Pfennig verdient und in die Bredouille marschiert.

    Und da muss man sagen, ist man mit der Bahn noch relativ gut dabei, die geben sich wenigstens Verhandlungsbereit. Nich so wie der Telekom-Vorstand



    Merken wir uns eins am Ende: Würden Streiks keinen Sinn machen, würde es sie nicht geben
     
  15. eagle

    eagle Aktives Mitglied

    hi roman,

    überall werden die preise angepasst, bedenke die enormen preissteigerungen bei strom und dieselkraftstoff, die die bahn, so wie jedes andere unternehmen das wirtschaftlich erfolgreich handelt SELBSTVERSTÄNDLICH an die kunden weitergeben muss.

    wie gesagt, die bahn ist meistens pünktlich, auch wenn du mal die eine oder andere verspätung erfahren hast.

    ob du die db hasst oder nicht, wen interessiert das ? niemanden, oder ?

    du brauchst die bahn nicht zu benutzen, oder meinst, die sind auf deine paar kröten angewiesen ?

    es ist in unserer republik auch jedem freigestellt, sich einen pkw zu kaufen, zu betanken, zu unterhalten, und diesen zu nutzen, ist doch überhaupt kein problem !

    wenn du aber die db benutzt, und dich dann beschwerst, das ist doch inkonsequent, oder ?

    das wäre doch genauso blöde, als wenn jemand, der täglich in ein restaurant geht, und sich tagtäglich über das schlechte essen beschwert, aber immer und immer wieder kommt.!?!
     
  16. eagle

    eagle Aktives Mitglied

    hi morgentau,


    was du da postest, ist blanker unsinn !

    es gibt ein streikrecht, und nach einer urabstimmung wird gestreikt, und niemand wird nach streikende entlassen.

    nenne ein beispiel, wo kann gestreikt werden, ohne das die kunden nachteile haben, wo ??

    welcher wirtschaftszweig ist zu tode gestreikt worden ? hier bei uns ? wo wir in deutschland die wenigsten streiktage pro 100.000 arbeiter haben ?

    nur die leeren züge bestreiken ? nein, ich würd die vollen züge, zu den berufsanfangszeiten und den feierabendzeiten bestreiken.

    aber noch besser, alle züge, und das tage und wochenlang !
     
  17. Canadian

    Canadian Neuer Benutzer

    Hier mal ein Auszug zum Thema Streik und Deutschland im Vergleich zu Frankreich und Spanien:

    Ein Streik ist eine kollektive Arbeitsniederlegung (Verweigerung), mit dem Ziel, den im Rahmen eines Arbeitskampfes erhobenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die Arbeitnehmer üben ihr Zurückbehaltungsrecht der Arbeitskraft gegenüber den Arbeitgebern aus.


    Arbeitgeber können mit Aussperrung antworten. Ein Kommunikationsinstrument für die Arbeitgeberseite bietet das Streikmanagement.


    In Deutschland fielen laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung zwischen 1996 und 2005 im Durchschnitt 2,4 Arbeitstage jährlich pro Tausend Beschäftigte aus. In Frankreich liegt dieser Wert bei 71 Arbeitstagen, in Spanien sogar bei 144
     
  18. st@ck_overflow

    st@ck_overflow Aktives Mitglied

    Ich bin mir nicht ganz sicher, wie das in anderen Ländern ist, in Deutschland wurde das so geregelt, dass bei abgeschlossenen Tarifverträgen bis diese auslaufen die sog. Friedenspflicht herrscht, d.h. die Gewerkschaften dürfen in dieser Zeit NICHT streiken.

    Zum Thema Kündigung, weil man streikt: Die meisten Gewerkschaften haben eine ganze Menge Mitglieder, bei einer Urabstimmung müssen 75% der Gewerkschaftsmitglieder dem Striek zustimmen. Wenn also die Arbeitgeber alle Gewerkschaftler feuern würden, bräuchten sie ne Menge guter Gründe. Bei Gewerben, in denen weit über 50% der Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert sind, wird das schwer (alleine in der Metallindustrie sind das ja mehrere tausend Leute). Es ist ja kein Kündigungsgrund, dass man gestreikt hat, man muss sich das schon was ordentliches einfallen lassen.
     
  19. Morgentau

    Morgentau Aktives Mitglied

    Nur mal langsam. Ist mir eigentlich egal, ob jemand meine Meinung als blanken Unsinn abtut, mir fehlt hier die Akzeptanz.
    Ich bin in keiner Gewerkschaft, denn die sind der Ruin einer jeden Wirtschaft und sind mir mit ihren Forderungen viel zu überzogen. Mehr Geld für weniger Arbeit klappt nicht.

    Wenn man nur ein wenig logisch denkt, dann kommt man drauf, daß ein um 30% höherer Lohn für JEDEN Mitarbeiter der Untergang eines Betriebes ist. Egla ob Bahn oder Metaller. Schließlich muß der Lohn von irgendwas und irgendjemand bezahlt werden. Letztendlich zahlt das der Verbraucher und der Verbraucher bin u.A. auch ich. Wieso wohl sind in DE hergestellte Produkte mittlerweile unbezahlbar?
    Die Katze beißt sich hier in den eigenen Schwanz. Höhere Löhne fordern höhere Produktpreise. Höhere Produktpreise fordern höhere Löhne. Am Ende bleibt alles beim Gleichen.
    De ist längst nicht mehr konkurrenzfähig und das wird so auch nicht wieder hergestellt.

    England ist das beste Beispiel für eine zu Tode gestreikte Wirtschaft. Diejenigen unter uns die das nicht sehen wollen, werden in der Zukunft halt große Augen machen. Wenn ein Land nicht komplett untergehen will, passiert es dann leider, daß einigen böse auf die Füße getreten wird. Dort drüben hat es die Rentner erwischt, damit der Rest wieder eine Chance hat.

    Ich sehe das halt auch bei der weltweiten Wirtschaft so - die Konkurrenz schläft nicht.

    LG, Andrea
     
  20. st@ck_overflow

    st@ck_overflow Aktives Mitglied

    Stimmt, deshalb wirst du auch entlassen, wenn du streikst. Fristlos. Das ist verboten

    Dem stimme ich zu. Das sehen auch die meisten Lokführer so. Man ist allerdings noch in der Vorphase. D.h. das Angebot der Bahn liegt deutlich unter dem, was sie zahlen werden, die Forderungen der Gewerkschaft sind maßlos übertrieben. Wenn die GDL nicht ins Abseits rücken will, muss sie sich eh mit den anderen zusammentun und das bedeutet 4, irgendwas % mehr Lohn. Ein Tropfen auf den heißen Stein möchte man meinen, aber immerhin.

    Hier möchte ich nochmal auf Canadian zurückkommen: 2,4 Arbeitstage im Jahr durchschnittlich für Streiks. Das ist sehr sehr wenig. Die Wirtschaft geht nicht dadurch kaputt, sondern eher, weil die Gehälter der Führungskräfte um fast 30% gestiegen sind, weil Schwellenländer im Zuge der Globalisierung durch sowieso schon niedrige Löhne einen enormen Vorteil haben. Dem gegenüber ist Deutschland Exportweltmeister, gerade im Sektor Hochtechnologie holen wir immer weiter auf.

    Und dann haben wir ja noch das große Problem, dass es Unternehmen in letzter Zeit sehr leicht gemacht wird, die Arbeiter regelrecht auszubeuten. Das fängt schon damit an, dass immer wieder die gesetzlichen Mindestlöhne blockiert werden. Der Kündigungsschutz wurde massivst gelockert. (An das, was in Frankreich letztes Jahr passiert ist, als die Regierung an den Kündigungsschutz wollte, kannst du dich sicherlich erinnern?)
    Es ist heutzutage sogar ohne Probleme möglich, ganze Belegschaften befristet einzustellen, die dann nach Ablauf der Frist für 3 Tage zu kündigen und ihnen dann wieder einen befristeten AV hinzulegen. Nur damit man bei Produktionsenpässen schnell reagieren kann und sich kein langer Kündigungsschutz ausbreitet. Wenn du unter solchen Bedingungen arbeiten willst, bitte, mir macht sowas keinen Spaß
     
  21. Morgentau

    Morgentau Aktives Mitglied

    Das ist die Sicht des Arbeitnehmers. Sitz auf der anderen Seite und Du wirst anders denken.
    Vielleicht kannst Du Dir vorstellen wie hart der Kampf in der freien Wirtschaft für ein Unternehmen ist. Je kleiner die Firma, desto schlimmer wird es. Es ist nicht nur unfair den Kollegen gegenüber wenn man Leute in der Belegschaft hat, die sich ihre "freien Tage" gönnen und sich gelbe Zettelchen beim Doc wegen Kleinigkeiten holen, die langsam sind und schludern. Aus diesem Grund ist es durchaus berechtigt, wenn der Kündigungsschutz gelockert wird. Es gibt nicht nur gewissenhafte Mitarbeiter. Schade, daß die unter den Unehrlichen leiden müssen. Und weil grade in unserer Branche nicht unbedingt nur zuverlässige Leute sind, gibt es auch bei uns nur saisonal befristete Verträge. Wie heißt es so schön: "Aus Schaden wird man klug." Dafür belohnen wir die guten Leute mit Lohnerhöhungen, die kann man auch rückwirkend noch machen. Sowas gibt uns auch als Arbeitgeber ein gutes Gefühl. Die Schlechten werden schlicht aussortiert, die Guten gefördert und belohnt.

    5 % mehr Lohn sind durchaus akzeptabel. Wieso einigt man sich nicht gleich darauf, statt Dritte zu schädigen?
    Streik ist für mich Erpressung und die ist nun mal nicht gestattet.

    Nein ich habe noch nie gestreikt, werde das auch nicht tun. Bislang habe ich Gehaltserhöhungen noch immer durch meine Leistung erwirkt, ohne jemand unter Druck zu setzen. Die Gewerkschaft darf somit einen großen Bogen um mich machen, denn deren Forderungen sind einfach überzogen.
    Man muß sich auch nicht wundern, wenn ewige Querulanten langfristig auf der Strecke bleiben. Welche Firma wird noch Gewerkschaftsangehörige einstellen?
    Auch das ist mit ein Grund, weshalb schon viele Firmen ins angrenzende Ausland gegangen sind. Und das sind durchaus auch große Unternehmen, wo hier viele Arbeitsplätze auf der Strecke geblieben sind.

    Von der Hochtechnologie und Export kann im Zusammenhang mit DE nicht wirklich die Rede sein. Ich komme beruflich aus diesem Sektor und da mischen wir nicht vorne mit.
    Der Standort DE hat für das produzierende Gewerbe keine Attraktivität mehr. Auch das Siegel Deutsche Wertarbeit gibt es schon ewig nicht mehr. Davon habe ich früher wirklich viel gehalten. Lieber etwas mehr bezahlt, dafür aber auch eine gute Ware bekommen. Seit die Teile aber woanders produziert und nur noch hier zusammengebastelt werden, macht das keinen Unterschied mehr. Da kann ich gleich auf Made in ..... zurückgreifen.

    Ich halte nichts von Statistiken, die schießen grundsätzlich an der Wahrheit vorbei. 2,4 Streiktage wären zu ertragen. Diese beschränken sich aber auf eine bestimmte Branche bzw. Wirtschaftszweig und werden mal eben umgerechnet.

    LG, Andrea
     
  22. Fuba

    Fuba Aktives Mitglied

    hmm, sehe ich ein klein wenig anders. Köche haben auch eine sehr hohe Verantwortung gegenüber ihrer Kundschaft, is vielleicht eine andere Verantwortung.
    die Lebensmittelhygiene is nicht außer acht zu lassen und in einem funktionierenden Laden werden wohl auch 200 oder mehr Gäste bedient. oder nehmen wir zB mal große Events.
     
  23. eagle

    eagle Aktives Mitglied


    natürlich ist konkurrenzdruck in der wirtschaft hart, aber es heisst doch nicht umsonst " freie marktwirtschaft" oder ?

    firmen die sich nicht rentieren, müssen, und werden ihre tätigkeit aufgeben.
    das ist der sogenannte selbstreinigungsprozess, ist hart für den einzelnen, aber richtig für die funktionierende volkswirtschaft.

    wie kannst du sagen, das du niemals streiken wirst ?

    falls ein auftraggeber zu dir herantritt, und den dienstleistungsvertrag hinsichtlich der kosten um sagen wir mal 40 % kürzen will, mit dem hinweis auf einen anderen mitbewerber.

    durch diese preisreduzierung würdest du mit diesem einen vertrag in die verlustzone fahren, und müsstest den wunsch des auftraggebers zurückweisen, bzw, wenn er drauf besteht, die arbeiten nicht mehr ausführen, weil du als unternehmer ja nicht unter den selbstkosten anbieten kannst.

    das wäre doch sowas ähnliches wie streik, den auftrag zurückweisen,die arbeit nicht mehr ausführen, nix anderes ist das , oder ?
     
  24. Morgentau

    Morgentau Aktives Mitglied

    Diese beschriebene Situation betrifft grade Mutter's Mann. Siemensmitarbeiter seit über 25 Jahren. Noch in der glücklichen Situation in seinem Alter nicht wegrationalisiert worden zu sein. Gehaltskürzung um 45 %. Bescheidene Situation, aber er sagt lieber hat er noch Arbeit und schluckt die Kröte. Ich kann das verstehen, wer stellt jemand ein der knapp 60 ist?
    Daß das Ausbeute seitens des Arbeitsgebers ist, ist mir durchaus klar. Nur würde er streiken, stünde er auf der Straße. Das ist also nicht der richtige Weg.
    Bevor man eine Aktion startet, muß man doch über die Konsequenzen nachdenken.

    LG, Andrea
     
  25. eagle

    eagle Aktives Mitglied

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    es ist in der industrie und auch woanders tatsächlich zu lohnkürzungen bzw zu kürzungen der zulagen etc. gekommen.

    in wieweit es möglich ist, einem langjährigen mitarbeiter den lohn um 45 % zu kürzen, entzieht sich zwar momentan meiner kenntnis, ich möchte aber erhebliche zweifel anmelden.

    bei so einer drastischen lohnkürzung würd ich auch nicht an streik denken, ich würd garnicht mehr zur arbeit gehen, mir den letzten lohnzettel ohne kürzung schnappen, und damit zum arbeitsamt gehen, und mir mein geld holen, welches dann ja immer noch höher ist, als wenn ich für bisschen mehr als das halbe gehalt schuften soll, sowas geht garnicht !

    und woher kommt deine panische angst vor entlassung ?

    ein einzelner mitarbeiter kann doch garnicht streiken, es gibt doch vorher tarifverhandlungen, wenn diese scheitern gibs noch eine friedenspflicht, dann kommt es zur urabstimmung, wo die belegschaft gerfragt wird, ob sie bereit sind für ihre forderungen die arbeit niederzulegen, das ist was völlig normales, und es ist zwar bei uns nicht so oft vorgekommen, aber hin und wieder schon, das müsstest du doch wissen !??

    und im wesentlichen ging es mir bei diesem thema garnicht um die berechtigten forderungen der eisenbahner, und dem zur zeit leider noch sehr unwirksamen kleinen warnstreiks, es ging mir vielmehr um das dummgeschwätz der leute, die ohne ihr gehirn einzuschalten so einen schwachsinn von sich geben wie : der streik wird auf dem rücken der kunden ausgetragen, oder noch blöder : der streik trifft die falschen !!!

    wie kann er die falschen treffen, wenn die deutsche bahn streikt ? die vietnamesiche oder südafrikanische eisenbahn und deren kunden haben als beispiel garnix damit zu tun !?
     
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